Gruppenangebot Kopfstand zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern


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Kurzinformation zu Kopfstand             Kopfstand, Bären

 

Gruppenangebot zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen psychisch erkrankter Eltern einschließlich Einzel- und Elternarbeit, Beratung, Information, Fortbildung und präventiver Aktivitäten

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche aus den Jugendamtsregionen Elmshorn/Barmstedt und Uetersen/Tornesch mit mindestens einem psychisch erkrankten oder psychisch stark belasteten Elternteil. Für die Teilnahme am Angebot ist es weiterhin Voraussetzung, dass aufgrund der psychischen Erkrankung eines Elternteils Defizite in der Erziehung, Versorgung und altersgerechten Entwicklung der Kinder und Jugendlichen vorliegen. Es ist nicht erforderlich, dass die Kinder bzw. Jugendlichen beim betroffenen Elternteil leben.

Der Zugang zum Angebot erfolgt für Kinder und Jugendliche niedrig schwellig auf freiwilliger Basis. Die Maßnahme ist pauschal finanziert, ein Hilfeplanverfahren über den Fachdienst Jugend ist nicht notwendig. Der Kontakt kann von den Eltern oder den Kindern und Jugendlichen selber hergestellt oder durch Dritte vermittelt werden. Wünschenswert ist hierbei abhängig vom Alters- und Entwicklungsstand die Unterstützung der Eltern oder auch professioneller Helfer_innen. Die Kontakte und Gespräche sind vertraulich. Eine Ausnahme ist jedoch das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung, die dem Jugendamt bekannt gemacht werden muss.

Das Angebot wird vom Verein für Jugendhilfe und Soziales Pinneberg e.V. und der Brücke Elmshorn e.V. in Kooperation durchgeführt und besteht aus folgenden Bausteinen:

 

  1. Themenspezifisches Gruppenangebot für Kinder und Jugendliche

Ziele des Gruppenangebots sind der Aufbau sozialer Kompetenzen, eine angemessene Entwicklung, die Unterstützung angemessener Konflikt- und Problemlösungsstrategien sowie die Hilfe in krisenhaften Alltagssituationen. Darüber hinaus sollen Informationen über die Erkrankung und den Umgang damit vermittelt werden.

Es werden Gruppenangebote für drei bis maximal 8 Kinder/Jugendliche gemacht, die inhaltlich für die  Altersgruppen 6-10 Jahre, 10-13 Jahre, 13-18 Jahre differenziert gestaltet werden.

Ausschlusskriterien für die Aufnahme in das Gruppenangebot sind ein erheblicher kinder- und jugendpsychiatrischer Bedarf, erhebliche Selbst- und Fremdgefährdung sowie das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung.

  1. Einzel- und Elternarbeit

Anfragende Eltern, Kinder und Jugendliche, die nicht sofort in ein Gruppenangebot aufgenommen werden können, werden im Rahmen der Kapazitäten über Einzelkontakte versorgt, in denen eine Bedarfsklärung sowie eine Einschätzung der Dringlichkeit erfolgen soll. Möglichkeiten der Weiterarbeit sind dann eine beratende Unterstützung bis zur Aufnahme in ein Gruppenangebot oder die Weiterleitung und Vermittlung in andere notwendige Hilfsangebote, eventuell auch übergangsweise.

Es werden über Erziehungsberatungsangebote, sowie Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen und in familienbezogenen Gesprächen fallbezogen Strategien entwickelt, wie das Ziel der Stärkung und Stabilisierung der betroffenen Kinder und Jugendlichen erreicht werden kann.

  1. Allgemeine Beratung und Information

Das Angebot beinhaltet eine regelmäßige offene Sprechstunde für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familienangehörige. Hier liegt der Schwerpunkt auf der individuellen Beratung und der psychoedukativen Intervention. Psychoedukation ist eine systematische und strukturierte Vermittlung von Wissen, das wissenschaftlich fundiert ist und sich auf psychische gesundheits- und störungsrelevante Informationen und Kompetenzen bezieht. Die psychoedukative Beratung ist darauf ausgerichtet, Kindern und Jugendlichen altersgerechte Informationen zur Erkrankung ihrer Elternteile zu geben oder aber Eltern zu befähigen, dies einfühlsam und strukturiert selber zu leisten. Die Ratsuchenden erhalten Informationen und Unterlagen zur Unterstützung.

Individuelle Klärung von Fragen und Hilfsmöglichkeiten bekommen ausführlich ihren Raum.                                                                                                       Darüber hinaus ist die Sprechstunde auch für FachkollegInnen mit Unterstützungsbedarf offen.

  1. Fortbildung und präventive Aktivitäten/Angebote für MultiplikatorInnen

Das Angebot beinhaltet Fortbildungsangebote und präventive Aktivitäten für Multiplikator_innen: Lehrer_innen, Erzieher_innen in Kindertagesstätten, Bezugsbetreuer_innen in der Jugendhilfe, Mitarbeiter_innen aus der offenen Jugendarbeit   und andere sollen im Umgang mit betroffenen Kindern und ihren Eltern unterstützt werden. Dazu gehören das Wissen um die möglichen Erkrankungsformen und um angemessene Umgangsformen mit dem Thema, sowie ein Verständnis für möglich Folgen und Bedürfnisse bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen.

Die Fortbildungsangebote werden als Ganz- oder Halbtagesseminare durchgeführt. Darüber hinaus soll ein fest terminiertes kollegiales Beratungsangebot für Fallbesprechungen als offene Gruppe in der Region etabliert werden.

Kontakt und Informationen

Die Mitarbeiter_innen sind unter folgenden Telefonnummern für Sie  erreichbar :

Andrea Jebens : 0151 – 539 080 52

Anne Gödecke : 0157 – 566 130 92

Olaf Schneider :0157- 717 075 09

Offene Telefonsprechstunde: Dienstags zwischen 10 Uhr und 11 Uhr.

Darüber hinaus können flexibel Termine vereinbart werden.